Süsswasserpolypen

Süsswasserpolypen (lat. hydrae) gehören zu den Nesseltieren und leben auch in Schweizer Seen und Flüssen. Besonders gerne scheinen sie hierzulande alles mögliche aus Stahl zu mögen. So trifft man sie oft an Bojenketten (auf dem Bild in Gemeinschaft mit Süsswasserschwämmen) oder auch an Stahlträgern unter Bootsstegen. Die Polypen werden zwischen 10 und 20 mm lang. Zur Beobachtung eignet sich eine Lupe (Modell Briefmarkensammler, möglichst rostfrei) sehr gut. Wie viele andere Polypen besitzen auch die Süsswasserpolypen Nesselzellen, mit denen sie ihre Nahrung wie Wasserflöhe, Insektenlarven und anderes Zooplankton lähmen und verdauen können. Wie ihre Steinkorallen bildenden Verwandten in den wärmeren Gewässern (z.B. Hirnkoralle) leben sie meistens in Gemeinschaft von mehreren hundert Tieren. Im Gegensatz zu diesen sind sie es aber gewohnt, mit kaltem Wasser und wenig Licht auszukommen. Hydrae sind wahre Überlebenskünstler: Da sie sich durch Zellteilung wöchentlich vollständig erneuern, sind sie nahezu unsterblich. Schneidet man ein Stück ab, so können beide Stückchen zu eigenen Polypen regenerieren.
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